Baumkontrolle und Baumgutachten
Baumkontrolle und Baumgutachten
Baumvisite - vereidigte Sachverständige für Baumpflege
Baumvisite - vereidigte Sachverständige für Baumpflege

Regeln zum Baumschutz

Zu fällen einen schönen Baum, braucht 's eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk' es, ein Jahrhundert. (Eugen Roth)

1. Schutzgebiete und Naturdenkmäler

Bäume können nach dem Bundesnaturschutzgesetz in bestimmten Gebieten der freien Landschaft (vgl. §§22-27 BNatschG) und in Verbindung mit dem Baugesetzbuch (vgl. §9 Abs. (1) 25, BauGB, §34 BauGB, §§18-21 BNatschG) in Bebaungsplänen geschützt werden.

 

Markante Einzelbäume, Alleen und Baumgruppen können nach §28 BNatschG als Naturdenkmal unter Schutz gestellt werden. Der Schutz von Bäumen als Naturdenkmal begründet sich durch die "Seltenheit, Eigenart oder Schönheit des Naturdenkmals" sowie seinen "Wert für Wissenschaft, Heimatkunde und Naturverständnis" und umfasst ein weitgehendes Veränderungsverbot. Davon ausgenommen sind "normale" Pflegeschnitte (vgl. ZTV Baumpflege 2006). Näheres regeln Rechtsverordnungen auf der Grundlage des jeweiligen Bundeslandes. Eingriffe sind in Absprache mit der zuständigen Gebietsverwaltung (Gemeinde, Stadt Kreis) zu treffen

Muster- Baumschutzsatzung der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) des deutschen Städtetages
Muster_Baumschutzsatzung_120620.pdf
PDF-Dokument [51.4 KB]

3. Bäume als Bestandteil geschützter Habitate

Bäume können auch indirekt als Bestandteil geschützter Biotope nach §30 BNatschG und als Lebensraum für geschützte Arten nach §44 BNatschG geschützt sein. ("Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten"). Insbesondere Altbäume mit hohlen Stämmen sollten vor möglichen Eingriffen geprüft werden, ob sie ein Habitat für Fledermäuse, Vögel und geschützte Kerbtiere wie z.B. den Juchtenkäfer (Osmoderma eremita) darstellen.

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2. Baumschutzsatzung

Das Bundesnaturschutzgesetz (vgl. BNatschG §29) ermöglicht es Gebietskörperschaften wie Städten, Gemeinden und Kreisen Baumschutzsatzungen bzw. Verordnungen zum Baumschutz zu erlassen. Darin wird festgesetzt welche Baumarten in welchen Umfang geschützt sind. Wie in Naturschutzgebieten und bei Naturdenkmälern, ist es in einer Baumschutzverordnung verboten geschützte Bäume zu entfernen, zu zerstören, zu schädigen oder ihren Aufbau wesentlich zu verändern. Ob und wie Baumschutzsatzungen aufgestellt werden, wird im Landesrecht der Bundesländer geregelt und in den Gebietskörperschaften beschlossen. Die Aufsicht über die Einhaltung des Baumschutzes obliegt der für das Gebiet jeweils zuständigen Behörde. Verstöße gegen die Baumschutzverordnungen werden mit Bußgeldern geahndet. Bei Veränderungs- bzw. Fällanträgen geschützter Bäume ist zu prüfen, ob ein ausreichender Grund für die Erteilung einer Genehmigung vorliegt. Außerdem wird festgelegt, ob als Ausgleich eine Ersatzpflanzung aufgrund der räumlichen Gegebenheiten möglich und zumutbar ist.

Ob und im welchen Umfang in ihrer Stadt oder Gemeinde eine Baumschutzsatzung gilt, erfahren sie im Rathaus oder in der Gemeindeverwaltung.

4. Einschränkung von Baum- und Gehölzpflege

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§39 BNatSchG) ist verboten, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen („Radikalschnitt“). Zulässig sind jedoch schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen  § 39 Abs. 5 S. 1 Nr. 2 BNatSchG). Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen das genannte Verbot verstößt, handelt ordnungswidrig (§ 69 Abs. 3 Nr. 13 BNatSchG).

Ausgenommen davon sind forstlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Betriebe etc. Näheres regeln die jeweiligen Landesgesetze. Bitte informieren sie sich bei geplanten Eingriffen vorab bei ihrer Gebietsverwaltung (Gemeinde, Stadt- oder Kreisverwaltung).

5. Untergesetzliche Regeln und Normen

Neben den gesetzlichen Regelungen sind bei der Baumpflege untergesetzliche technische Normen, Regeln und Richtlinien zu beachten.

 

RAS LP4 (Regeln für die Anlage von Straßen,

Hrsg. Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen / FGSV)

 

DIN 18920 (Schutz von Bäumen, ...  bei Baumaßnahmen Hrsg. Deutsches Institut für Normung / DIN)

 

ZTV Baumpflege  (Zusätzlich technische Vertragsbestimmungen bei Baumpflegearbeiten

Hrsg. Forschungsgesellschaft für Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau / FLL)

 

Zuwiderhandlung können eine Wertminderung des Baumes und Schadensersatzforderungen zur Folge haben.

 

siehe auch:

 

Baumwertermittlung und Altbaumpflege

Dipl. Ing. H. Schwarze

Landschaftsarchitekt

Öffentl. bestellter und

vereidigter 

Sachverständiger

für Baumpflege, Verkehrssicherheit

von Bäumen und 

Baumwertermittlung

 

in Kooperation mit:

Dipl. Ing. H. Lechenmayr

Landschaftsplanerin

Garten-Landschaftsbau

zertifizierte Baumkontrolleurin

und freie Sachverständige

für Baumpflege,

Garten- und Gehölzpflege

Mitglied der FLL
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